Freie Software kann jeder mitgestalten

Freie Software wird gewöhnlich als “Open Source” bezeichnet. Dieser Begriff bedeutet, dass der Quellcode „offen“ ist. Jeder, der Programmierkenntnisse hat, kann diese Software mitentwickeln und nach seinen Wünschen abändern. Die entsprechende Software wird gewöhnlich kostenlos an jeden verteilt, der es nutzen möchte. Experten gehen davon aus, dass solche Softwareprodukte insgesamt für den Benutzer zufriedenstellender sind, weil daran keine großen, abgehobenen Softwarekonzerne beteiligt sind, sondern vor allem die Menschen, die die Software hinterher auch benutzen möchten.

Es gibt einige klassische Open Source-Projekte, die auch bei Nicht-Programmierern hinlänglich bekannt sind. Dazu gehören unter anderem das Betriebssystem Linux und die MS Office-Alternative OpenOffice.org.

Das Betriebssystem Linux

Linux basiert auf dem Betriebssystem Unix. Es verfolgt einen modularen Aufbau und wird nicht nur von Privatpersonen weiter entwickelt. Auch Softwarehäuser und Unternehmen beteiligen sich an der Weiterentwicklung des Systems. Der große Vorteil von Linux ist, dass ein Benutzer mit entsprechenden Kenntnissen aus einer Standardlösung eine Individualsoftware machen kann, indem er sie für sich und seine Zwecke anpasst.

Der Einsatz von Linux ist vielfältig. Während es jedoch bisher als Betriebssystem für Notebooks und Desktop-PCs noch eine eher untergeordnete Position einnimmt, ist es im Bereich großer Server weit verbreitet und aufgrund seiner Stabilität beliebt.

Das Office-Paket OpenOffice.org

OpenOffice.org ist eigentlich ein ganz normales Office-Paket – nur eben mit dem Unterschied, dass es jeder nach Belieben anpassen kann. Das Paket enthält insgesamt sechs Programme, die die Felder Textverarbeitung, Datenbanken, Tabellenkalkulation, Präsentation und Zeichnen abdecken. Für den Einsatz in allen anderen Teilen steht außerdem ein Formeleditor zur Verfügung.

Wer die Office-Software StarOffice kennt, wird hier einige Gemeinsamkeiten feststellen können. Dies liegt daran, dass OpenOffice.org ursprünglich aus dem Quellcode von StarOffice entwickelt wurde. Heutzutage orientieren sich die Entwickler von StarOffice an den Quellcodes von OpenOffice.org.