Freeware: Kostenlose Software

Nicht jeder Programmierer, der eine Software erstellt, möchte damit automatisch Geld verdienen. Häufig möchte der Urheber sein Programm anderen Benutzern unentgeltlich zur Verfügung stellen. Bei dieser Software handelt es sich dann um so genannte Freeware. Die Gründe für diese kostenlose Veröffentlichung können vielfältig sein. Vielleicht möchte der Programmierer nur sein Können beweisen.

Viele kleinere Softwarehäuser bieten einige kleinere Softwareprodukte kostenlos, um die Kunden von ihrer Kompetenz zu überzeugen. Sie erhoffen sich dadurch einen gesteigerten Absatz bei ihren Hauptprodukten, die dann entgeltlich zu erwerben sind.

Das Kleingedruckte

Bei der Installation einer Freeware wird man in den meisten Fällen einem so genannten Endbenutzer-Lizenzvertrag zustimmen müssen. Dieser enthält genaue Regelungen darüber, was mit der Software gemacht werden darf. Hier ist häufig festgehalten, dass man die Software nicht verkaufen darf oder dass die Nutzung einer Privatperson vorbehalten ist. Für Unternehmen gibt es dann häufig Lizenzen, die erworben werden können.

Übrigens gibt es Software, die zwar kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann, deren Nutzung aber an Bedingungen geknüpft ist. Die Verwendung des Microsoft Internet Explorers ist kostenlos. Dies gilt allerdings nur, wenn man andere Microsoft-Lizenzen besitzt, also beispielsweise ein Windows-Betriebssystem betreibt. Es lohnt sich also, den Endbenutzer-Lizenzvertrag immer genau unter die Lupe zu nehmen, weil sich hier der eine oder andere Fallstrick verbirgt.

Beerware

Inzwischen wurden ergänzend zum Begriff „Freeware“ einige weitere, lustig gemeinte Begriffe geprägt. Der Begriff „Beerware“ ist bereits seit über 20 Jahren publik. Dieses Lizenzmodell besagt, dass derjenige, der eine Software benutzen möchte, dies kostenlos tun kann. Bedingung hierfür ist allerdings, dass er dem Autor irgendwann mal ein Bier spendiert, dass er einen auf das Wohl des Programmierers trinkt oder dass er dem Programmierer einen ganz besonderen Bierdeckel zusendet.

Ein weiterer Begriff dieser Art ist „Cardware“. Wenn der Benutzer mit dem Programm zufrieden ist, so soll er dem Programmierer eine schöne Postkarte schicken. Diese Konzepte lassen sich natürlich in alle Richtungen erweitern.